SWD powervolleys Düren: Episches Duell gewonnen

Mittwochabend, gegen 21.45 Uhr: Hätte Blair Bann verhindern wollen, dass er so breit grinst wie in diesem Moment – es wäre wohl eine Überbeanspruchung seiner Gesichtsmuskulatur gewesen. „Ich laufe gerade über Wolken“, sagte der Abwehrchef des Volleyball-Bundesligisten SWD powervolleys Düren nach 3:2-Heimsieg über die United Volleys Frankfurt. 23:25, 20:25, 26:24, 25:21, 15:13 lauteten die Satzergebnisse nach einer großen Abwehrschlacht.

Dabei hatte Bann gar nicht gespielt, sondern wurde geschont, weil er erst einen Tag zuvor aus Kanada zurückgekehrt war. Da hatte er es zum zweiten Mal nach 2016 geschafft, sich mit seiner Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Das entscheidende der insgesamt drei Spiele war der 3:2-Sieg über Kuba, nach einem 0:2-Rückstand. Trotz dieses gerade erlebten Karrierehöhepunkts für Bann und obwohl er gegen Frankfurt keine Sekunde auf dem Spielfeld gestanden hatte, wirkten auch die Geschehnisse vom Mittwochabend auf ihn ein. „Eine unfassbare Team-Leistung“, attestierte er seinen Mitspielern, die gerade eine fast sichere 0:3-Niederlage verhindert und einen 0:2-Rückstand noch gedreht hatten. „Lukas Maase und Tobias Brand haben das Spiel für uns komplett gedreht“, sagte Bann.

Die beiden 21-Jährigen hatten maximalen Einfluss darauf, dass am Ende Düren jubelte. In den ersten beiden Sätzen waren sich beide Teams auf Augenhöhe begegnet, lieferten sich auf gutem Niveau ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit wechselnden Führungen bis zur Ziellinie. Ein Ball machte den Unterschied. Den hämmerte United-Mittelblocker Jean-Philippe Sol beim 24:23 für sein Team ins Dürener Feld. Bis auf die ersten fünf Punkte waren Düren und Frankfurt auch in Satz zwei auf Augenhöhe. Ungünstig für Düren war, dass Frankfurts japanischer Superstar Masahiro Yanagida die ersten fünf Ballwechsel direkt oder indirekt mit seinem Aufschlag für die United Volleys entscheiden konnte. Der Fünf-Punkte-Rückstand hatte bis zum Schluss Bestand.

Es folgte Satz drei, einer der ungewöhnlichsten Durchgänge in der Dürener Volleyball-Geschichte. Die SWD powervolleys lagen schon 3:7 hinten, Yanagida hatte wieder Schaden angerichtet. Düren glich aber schnell aus, weil der spätere MVP Egor Bogachev mit dem Aufschlag konterte, Frankfurt im Angriff verzog und der eingewechselte Tobias Brand im Gegenangriff erfolgreich war. Bis zum 21:20 für Düren ging es Kopf an Kopf weiter. Es folgten drei Punkte für Frankfurt in Folge, wieder war Yanagida am Aufschlag. Philipp Schumann, wie Brand und Maase eingewechselt, bewies starke Nerven, schlug stark auf und sorgte dafür, dass Düren beim 24:24 gleichzog, statt Frankfurt zum Sieg gratulieren zu müssen.

22 Punkte sollten anschließend noch ausgespielt werden, darin enthalten ein Monsterblock von Maase gegen Frankfurts Nationalspieler Tobias Krick und eine Dürener Annahme um Libero Ivan Batanov, die in der Folge auch gegen Yanagidas Kanonen-Aufschläge immer mehr Sicherheit gewann. „Ich war an Anfang schon sehr nervös“, sagte Batanov nach seinem ersten Spiel für die SWD powervolleys von Anfang an. „Aber wir haben uns da Stück für Stück reingearbeitet.“ Dürens starke Abwehr verursachte einen Frankfurter Fehler zum 32:21. Der nächste Fehler der Gäste bedeutete den von 1800 Zuschauern frenetisch gefeierten Gewinn des dritten Satzes mit 36:34.

Satz vier wurde nach dem 18:18 entschieden. Bogachev machte viel Druck mit dem Aufschlag, die ohnehin personell stark angeschlagene Frankfurter Annahme wankte, Düren profitierte mit einem Blockpunkt und zwei erfolgen Gegenangriffen von Tobias Brand, die die entscheidende 22:18-Führung brachte.

Im Tiebreak geriet Düren zunächst schnell ins Hintertreffen. Zwei Blockpunkte und ein Aufschlag, der nach einem Netzroller ins Feld der SWD powervolleys tropfte, brachten Frankfurt die 8:5-Führung. Anschließend punktete Düren fünf Mal in Folge, vier mal vorbereitet von gezielten und druckvollen Aufschlägen von Spielmacher Tomas Kocian. In drei Fällen verwandelte Brand den Gegenangriff, Düren führte 10:8. Zum 12:10 musste Blocker Lukas Maase notgedrungen und ausnahmsweise als Zuspieler ran. Es gelang ihm, den Frankfurter Block komplett zu verladen, Bogchev hämmerte den Freischuss ins Feld. „Danach hat mir sogar Frankfurts Mittelblocker für dieses Zuspiel gratuliert“, berichtete Maase. Die SWD powervolleys brachten den knappen Vorsprung ins Ziel, den letzten Punkt verwandelte Egor Bogachev.

Dieser Sieg hilft uns enorm weiter. Lukas Maase, Philipp Schumann und Tobias Brand sind in die Partie gekommen und haben uns sehr viel Schub verliehen. Es ist für das gesamte Team gut, zu sehen, dass unsere jungen Spieler auf das Feld kommen und ein solch schweres Spiel für uns drehen können“, sagte Trainer Stefan Falter am Ende eines großen Volleyball-Abends.


Zurückziehung Schwarz-Weiß Düren

 

Der Verein Schwarz-Weiß Düren hat seine 1. Mannschaft vom Spielbetrieb der Herren-Landesliga-Staffel 2 zurückgezogen und steht damit als erster Absteiger dieser Staffel fest. Die von Schwarz-Weiß Düren bis jetzt ausgetragenen Spiele werden gemäß § 52 (3) SpO/WDFV nicht gewertet.

SWD powervolleys Düren: Standortbestimmung gegen Frankfurt

Die SWD powervolleys Düren starten mit einem richtungsweisenden Spiel in das Jahr 2020. Am Mittwoch um 19 Uhr empfangen sie die United Volleys Frankfurt in der Arena Kreis Düren. Nach einer durchwachsenen Hinrunde rangiert Düren auf Platz sieben. Die United Volleys sind einen Sieg – also drei Punkte – weiter vorne und belegen Rang vier. Mit anderen Worten: Düren kämpft darum, den Anschluss an die obere Tabellenhälfte zu halten. Die Mannschaft von Trainer Stefan Falter will nahtlos an die überzeugende Leistung im letzten Spiel anknüpfen, dem überzeugenden 3:0 gegen den VfB Friedrichshafen.

Die SWD powervolleys kämpfen aber auch weiterhin mit Personalproblemen: An die Rückkehr von Angreifer Niklas Seppänen nach einem Fußbruch dürfte mittelfristig nicht zu denken sein. Kapitän und Mittelblocker Michael Andrei hat seinen Bänderriss überwunden, trainiert bereits in reduziertem Umfang, ist aber noch weit von seinem Leistungsvermögen entfernt. Zu allem Überfluss haben bzw hatten auch die anderen beiden Mittelblocker Lukas Maase und Tim Broshog Probleme. Broshog fiel zuletzt krankheitsbedingt aus, Maase musste wegen Rückenproblemen pausieren. Mitunter hatte Chefcoach Stefan Falter im Training keinen Mittelblocker zur Verfügung.

Und keinen Abwehrchef Blair Bann. Der wird pünktlich zum Spiel am Mittwoch zurückerwartet in Düren. Im Gepäck hat er die Fahrkarte zu den Olympischen Spielen in Tokio. Bann und die Kanadier haben sich am Sonntag mit dem dritten Sieg im dritten Qualifikationsspiel zum zweiten Mal in Folge den Traum von den Olympischen Spielen erfüllt. Bann läuft gegen Frankfurt auf, wird aber noch geschont. Erstmals dürfte der 19-jährige Ivan Batanov als Libero gesetzt sein. „Da habe ich überhaupt keine Probleme mit. Ivan hat zuletzt überzeugt“, sagt Falter.

Zuletzt, das war in den Testspielen gegen die belgischen Spitzenteams aus Maaseik und Aalst. Das erste gewannen die SWD powervolleys 3:1, im zweiten hieß es 2:2. „Die Stimmung und die Moral in der Mannschaft sind wirklich gut“, blickt Falter trotz der Personalprobleme auf zwei Trainingswochen mit vielen guten Eindrücken zurück

Gegen die United Volleys muss Düren sein oberstes Niveau abrufen. Vor allem der Aufschlag muss passen. „Wir müssen direkt von Anfang an dafür sorgen, dass der Druck hoch ist“, erklärt der Trainer. Das könnte dabei helfen, dem Gegner das Leben schwerzumachen. Frankfurt ist stark besetzt, unter anderem mit Spielern, die die Olympia-Qualifikation für ihre Länder gespielt und - wie das deutsche Team leider auch – nicht geschafft haben. Die SWD powervolleys wollen konsequent dafür sorgen, dass bei dem hochklassig besetzten Gegner erst gar keine Spielfreude aufkommt. „Das wird uns alles abverlangen. Unser Fokus liegt darauf, unsere beste Leistung abzurufen. Wofür das reicht gegen einen auf jeder Position stark besetzten Gegner, das bleibt abzuwarten“, sagte Stefan Falter mit Blick auf Mittwochabend.

Quelle:  Pressestelle SWD Powervolleys Düren

Running for Kids, die private Hilfsaktion im Jahr 2019, 25-jähriges Jubiläum am 14. Januar 2020

Seinen letzten Marathonwettkampf (42,2 KM)  mit der zeitlichen  Zielsetzung unter 3 Stunden zu laufen, absolvierte Peter Borsdorff im Alter von 49 Jahren. Den letzten Marathon insgesamt nahm der Dürener zusammen mit seiner Frau Doris 1994 in New York unter die Laufschuhe.


Seit Anfang 1995 geht es für den Sportler des Dürener Turnvereins nicht mehr um „Zeiten“.
Seit dem setzt sich der 76-Jährige für Kinder in der Region ein. Er bittet bei seinen Läufen und weiteren Unternehmungen um Spendengeld für Kinder. Kinder die krank, behindert, oft auch arm sein können.

Seinerzeit, beim Start der Initiative nahm Borsdorff sich vor, jede Spende persönlich zu überbringen.

Dies war auch im Jahr 2019 so. Borsdorff übergab insgesamt 256 Spenden in 58 Orten.

Wer durfte sich über Spenden und Besuche freuen? Viele Kinder, Familien, Kindergärten, Schulen, Jugendheime, Sportgruppen, Initiativen, Kinder im Brauchtum sowie immer wieder auch das Jugendamt seiner Heimatstadt Düren.

Fördern und unterstützen  konnte „der Läufer mit der Sammelbüchse“ u.a. die unterschiedlichsten Hilfeleistungen, Ferienmaßnahmen, Aktionen, Anschaffungen, Therapien, Betreuungen, Essenzuschüsse, Fahrgelder, eilige Notfälle u.v.m.

Niemals „Rekorde“ anstrebend konnte der Initiator der Aktion „Running for Kids“ im abgelaufenen Jahr eine Spendensumme von 328.275,82 Euro zusammentragen und persönlich übergeben.  

Auch im vergangenen Jahr  wurde der ehemalige Ausdauersportler großartig unterstützt. Sportler und ihre Fans der unterschiedlichsten Sportarten, Karnevalisten, Kommunionskinder, Schulen, Musiker, Initiativen in Orten, Unternehmen, bei Jubiläen, bei Geburtstagen, nach Sterbefällen, Menschen nach Erkrankungen  u.v.m. halfen dem Dürener  bei seinen vielen  Vorhaben, Kindern  Hilfe, Unterstützung, Freude, Zuversicht u. Kraft  zu bereiten.

Mangels  Zeitmangel konnte Borsdorff mit seinem „Laufhobby“ selbst  nur noch  knapp 750 Kilometer „laufend“ zurücklegen. Nur noch zur Teilnahme an wenigen Wettkämpfen reichte die Zeit.

Im Zusammenhang mit seiner Spendensammelaktion legt der Ruheständler fast  11.000 Kilometer mit dem PKW zurück. 

Borsdorffs Aktivitäten erfolgen weiterhin ehrenamtlich.  Startgelder, Fahrtkosten, Bürokosten  usw. fallen für seine Initiative nicht an. Diese Hobbykosten trägt Borsdorff selbst.

Zwischenzeitlich  stehen 148 selbstgebastelte Sammelbüchsen, alle mit einem getragenen Kinderschuh darauf ausgestattet, in vielen Geschäften und Unternehmen der Region.

Immer wieder gibt es für Borsdorff besonders „bewegende“ Hilfsaktionen und Begegnungen.

So etwa mit der 6-köpfigen Familie, die in der Silvesternacht 2018/19  durch einen Brand ihr Haus verlor. Schnell konnte „Running for Kids“ unter Rückgriff auf den „Doris-Borsdorff-Fonds“ 10.000 Euro als „erste Hilfe“ bereitstellen.

11.111 Euro hatte der Dürener nach dem plötzlichen Tod des Vaters zur ersten Notlinderung für ein Kleinkind sammeln können.

Eine auf den Rollstuhl angewiesene junge Frau  konnte mit einem anklemmbaren Antriebsgerät für die Aufnahme ihres Studiums mobil gemacht werden. 5200 Euro hatte Borsdorff gesammelt.

Der Brand in einem Kinderzimmer macht kurzfristig die Anschaffung von neuen Betten, Bettzeug usw. notwendig.  Mit 1.000 Euro war „Running for Kids“ dabei.

In der Vorweihnachtszeit durften sich 125 Kinder über insgesamt 7.460 Euro zur Erfüllung von Weihnachtswünschen freuen.

In einigen Fällen halfen 50-250 Euro als Fahrgeldzuschüsse  um kranke Kinder  in einer auswärtigen Klinik besuchen zu können.

Beim Peter & Paul-Benefizlauf konnten noch am Veranstaltungstag 38.000 Euro an Kinder und Einrichtungen überreicht werden.

Aber auch mit weitaus kleineren Beträgen, etwa 50 Euro für eine Therapiemaßnahme oder 49 Euro für die Kostenübernahme an einem Schwimmkurs war Kindern zu helfen.

 

Am Dienstag, dem 14. Januar 2020 startet Borsdorff mit seiner „Running for Kids“-Initiative, dem „schönsten Hobby der Welt“, wie er immer betont, in das sechsundzwanzigste  Jahr.

Die mit der Sammelbüchse in 25 Jahren „erlaufene“ Spendensumme beläuft sich aktuell auf 2.473.880  Euro.

Der Dürener Sportler wird weiterhin, um Spenden bittend,  für Kinder und junge Menschen unterwegs sein.

Ein Höhepunkt im Jahr 2020  wird der 22. Peter & Paul-Benefizlauf, am Freitag, dem 26. Juni im Stadion des Dürener Turnverein sein.