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Bewegung in der 1. Bundesliga Männer: Rottenburg, Herrsching und Haching stellen Weichen für die Zukunft

Neue Gesichter und neue Projekte: Der TV Rottenburg hat fristgerecht den Lizenzantrag für die 1. Bundesliga Männer gestellt. Nach erforderlicher sportlicher Qualifikation in den erstmalig ausgetragenen Playoffs in der 2. Bundesliga Männer könnte das Team nach sechs Jahren in die höchste deutsche Spielklasse zurückkehren. Der TSV Haching München und die WWK Volleys Herrsching bündeln ihre Kräfte und treten in der Saison 2026/27 gemeinsam unter dem Namen WWK Volleys München an.

 

In der 1. Bundesliga Männer kündigt sich mit dem TV Rottenburg, der sich nach der ersten Corona-Saison 2019/20 aus dem Oberhaus zurückzog, ein möglicher Rückkehrer an. Für die Berechtigung zur Teilnahme in der höchsten deutschen Spielklasse muss sich das Topteam aus der 2. Bundesliga Süd jedoch zunächst noch sportlich qualifizieren. In den Playoffs der 2. Bundesligen Nord und Süd wird vom 28. März bis 3. Mai erstmals ein Gesamtzweitligameister ermittelt. Die Halbfinalqualifikation ist dabei entscheidend, um ein Ticket für den Aufstieg lösen zu können. Sportlich befindet sich die Mannschaft derzeit in einer hervorragenden Ausgangslage: Der TV Rottenburg hat sich bereits für die Playoffs qualifiziert und kämpft am letzten Spieltag der regulären Saison um den ersten Tabellenplatz in der eigenen Halle.

Rottenburgs Teammanager Timo Baur erklärt: „Die kommenden Wochen werden nicht nur sportlich in den Playoffs, sondern auch organisatorisch und wirtschaftlich entscheidend für die Zukunft des Bundesligavolleyballs in Rottenburg. Wir spüren aktuell eine große Euphorie im Umfeld. Jetzt geht es darum, diese Energie zu nutzen und gemeinsam zu zeigen, dass wir 1. Bundesliga auch wirtschaftlich können. Dabei sind wir definitiv auf neue Partnerschaften angewiesen.“ Der TV Rottenburg versteht den möglichen Schritt in die 1. Bundesliga dabei nicht nur als sportliche Perspektive, sondern auch als Projekt für die gesamte Region.


Volleyballeuphorie beim TV Rottenburg: Der Club hat einen Lizenzantrag für die 1. Bundesliga Männer gestellt.
(Foto: Ralph Kunze)

Kim Oszvald-Renkema hofft, dass die Rottenburger bis zum Stichtag der wirtschaftlichen Lizenzierung am 15. Mai die erforderlichen Unterstützer finden: „Der Club steht seit vielen Jahren für leidenschaftlichen Volleyball, eine exzellente Nachwuchsarbeit und ein sehr engagiertes Umfeld“, so die VBL-Geschäftsführerin. „Rottenburg zeigt bei seinen Heimspieltagen, wie attraktiv und stimmungsvoll Bundesligavolleyball sein kann. Es ist ein positives Signal, wenn etablierte Standorte nach einer Phase der Konsolidierung wieder den Schritt in Richtung 1. Bundesliga gehen.“

Eine neue Bundesliga-Plattform in München

Weitere Veränderungen in der 1. Bundesliga Männer bahnen sich im Münchener Raum an. Die Clubs WWK Volleys Herrsching und der TSV Haching München haben beschlossen, künftig mit einem gemeinsamen Team anzutreten. Spielrechtlich wird dazu die Hachinger Lizenz genutzt, während Herrsching seine Mannschaft aus der 1. Liga zurückzieht. Unter dem Namen WWK Volleys München bündeln sie ihre Kräfte, um den Volleyball-Standort München nachhaltig zu stärken und sportlich wie strukturell an der Spitze der 1. Bundesliga mitzumischen. Der Zusammenschluss soll die Tradition und Titelhistorie Hachings mit den Emotionen und dem modernen Entertainment Herrschings vereinen. Die Stammvereine bleiben dabei eigenständig, die Zusammenarbeit gilt explizit dem Profibereich. Das Team wird jeweils an beiden Standorten trainieren und arbeiten - gespielt werden soll in Herrsching, Unterhaching und in München.

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Der TSV Haching München und die WWK Volleys Herrsching treten zukünftig gemeinsam in der 1. Bundesliga Männer an.
(Foto: Noah Mühlbauer)

„Wenn man zurückblickt, ist das sicherlich eins der größten Vorhaben der letzten 10-20 Jahre im deutschen Volleyball. Es ist ein bedeutender Schritt für uns, für den Volleyballstandort Bayern und München, aber mit Sicherheit auch für die Volleyball Bundesliga", ordnet Mihai Paduretu, Geschäftsführer des TSV Unterhaching die Kooperation ein. Max Hauser, Geschäftsführer der WWK Volleys Herrsching, ergänzt: „Wir bündeln die Kräfte, wir schaffen Synergien und wir erweitern ganz klar das Einzugsgebiet. Hier geht es nicht darum, dass irgendein Standort den anderen ersetzt, sondern darum, dass wir an allen drei Spielstätten die Bühne bieten, die Spitzenvolleyball im Großraum München verdient hat."

Kim Oszvald-Renkema begrüßt die Initiative der beiden bayerischen Clubs: „München ist eine der größten und sportbegeistertsten Metropolregionen Deutschlands und bietet enormes Potenzial für den Volleyball. Die Bündelung der Kräfte von Herrsching und Haching kann ein wichtiger Schritt sein, um den Bundesligavolleyball in der Region langfristig zu stärken. Mit der Traditionsmarke Haching und der modernen, dynamischen Clubmarke Herrsching entsteht ein spannendes Projekt, das sportlich wie strukturell großes Entwicklungspotenzial hat. Wir sehen darin eine große Chance, Volleyball in München noch größer, erfolgreicher und für Fans, Partner und Nachwuchs noch attraktiver zu machen.“

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Als WWK Volleys München wird das Team seine Spiele in München, Unterhaching und Herrsching austragen.
(Foto: Steffen Eich)

Infolge der Rückgabe der Herrschinger Lizenz entsteht ein freier Platz in der 1. Bundesliga Männer. Da neben dem TV Rottenburg kein weiterer Zweitligist einen Lizenzantrag gestellt hat, besteht nunmehr die Aussicht, dass der sportliche Absteiger in der Liga verbleiben kann. Gegen den Abstieg kämpfen derzeit der SV Warnemünde und die cerebricks VOLLEY GOATS Mitteldeutschland, die am letzten Spieltag in einem direkten Duell aufeinandertreffen.

Erstmals hat die Volleyball Bundesliga zur Saison 2026/27 ihr Lizenzierungsverfahren vom Anmelde- auf das Abmeldeprinzip umgestellt. Vereine, die in ihrer jeweiligen Spielklasse bleiben möchten, müssen somit keinen neuen Lizenzantrag stellen.