SWD powervolleys: Am Ziel ihrer Träume

Der Volleyball-Bundesligist SWD powervolleys Düren muss bis Anfang September auf seine drei kanadischen Spieler Blair Bann, Rudy Verhoeff und Jay Blankenau verzichten. Für alle drei wird in diesen Tagen der größte Traum eines Sportlers wahr: Sie nehmen an den Olympischen Spielen teil. Am vergangenen Wochenende hat Trainer Glenn Hoag sein Team nominiert, jetzt sind die Kanadier bereits in Rio eingetroffen. Die Nominierung war die letzte Hürde, die die drei Spieler noch überwinden mussten. Zuvor hatten sie dem Team angehört, dass im Juni in Japan das Ticket für Rio buchen konnte. „Ich glaube, dass jeder Volleyballer davon träumt, irgendwann bei den Olympischen Spielen dabei zu sein“, sagt Blair Bann, der nach Rio in seine vierte Saison als Dürener Abwehrchef geht. „Als ich angefangen habe, ambitioniert Volleyball zu spielen, habe ich mir das Finale der Spiele 2004 zwischen Brasilien und Italien immer und immer wieder angeschaut. Für mich ist das ein unfassbares Gefühl, zu wissen, dass ich auf dem gleichen Level angekommen bin wie diese Helden, denen ich als Teenager so oft zugeschaut habe.“

Jay Blankenau, der in der kommenden Saison erstmals im Dürener Trikot aufläuft und als Regisseur die Bälle verteilt, spricht ebenfalls von einem Lebenstraum, der jetzt in Erfüllung geht. „Für mich war es damals eine sehr große Ehre, ins kanadische Team berufen worden zu sein. Es ist großartig, Teil dieses Teams zu sein.“ Seitdem sind einige Jahre vergangen. „Dass wir uns qualifiziert haben und dass ich für Rio nominiert wurde, ist der Lohn für die vielen Jahre harte Arbeit, all die Hochs und Tiefs, die vielen Dinge, auf die wir alle verzichtet haben, um dieses Ziel zu erreichen“, sagt Blankenau.

Jetzt richtet sich der Fokus auf das olympische Turnier, das vor allem für Rudy Verhoeff eine neue Rolle mit sich bringt. In diesem Sommer hat er umgesattelt vom Mittelblocker zum Diagonalangreifer. Coach Hoag hat diesen Weg eingeschlagen, weil ihm verletzungsbedingt Spieler gefehlt haben. Verhoeff hat sich dabei so gut entwickelt, dass er jetzt in seiner neuen Rolle in Rio dabei ist. Gut für Düren, denn auch bei den SWD powervolleys schmettert Verhoeff künftig auf der Diagonalen.

Für uns geht es jetzt darum, ein Spiel nach dem anderen anzugehen und zu schauen, dass wir möglichst viel erreichen können“, sagt Jay Blankenau. Die Kanadier starten am 7. August mit dem Vorrundenspiel gegen die USA in das Turnier. Zeit genug also, den ersten großen Höhepunkt mitzuerleben: die Eröffnungsfeier am 5. August.


Quelle: Pressestelle SWD Powervolleys Düren

Heynen und Schmidt stehen für einen „neuen“ VfB Friedrichshafen

Dem VfB Friedrichshafen steht eine spannende Saison bevor. Nachdem der 13-fache Deutsche Meister und 13-malige Pokalsieger in der Spielzeit 2015/16 Rang zwei belegte, wird sich in der neuen Saison eine Menge ändern.

„Das war mit Sicherheit ein turbulentes Jahr“, sagt Sebastian Schmidt nach seiner ersten Spielzeit als Geschäftsführer der VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH. „Wir hatten uns sportlich sehr viel vorgenommen. In der Meisterschaft sind wir an einer sehr guten Berliner Mannschaft gescheitert und haben gerade zu Saisonbeginn - auch in der Champions League - einige Punkte liegenlassen. Natürlich hätten wir gerne einen Titel geholt, der ist uns letzte Saison allerdings verwehrt geblieben.“

Das kann sich am 16. Oktober beim Volleyball Supercup 2016 ändern. Denn Schmidt strebt mit Friedrichshafen neue Erfolge an. „Nachdem uns Stelian Moculescu seine Entscheidung, sich zurückzuziehen, mitgeteilt hatte, haben wir nach einem Trainer gesucht, der die gleichen Ideen hat und gemeinsam mit uns das neue Konzept umsetzen kann und will. Da war mit Vital Heynen schnell der richtige Mann gefunden“, so Schmidt, der mit jungen deutschen Spielern für Erfolg und Identifikation sorgen will.

Vital Heynen: „Der VfB und ich haben das von Anfang an besprochen. Ich habe sehr gerne vier Jahre mit der Nationalmannschaft zusammengearbeitet und für mich war klar, wenn ich nach Friedrichshafen komme, dann gibt es eine deutsche Mannschaft, ein deutsches Bild. Jetzt haben wir acht Spieler aus Deutschland im Kader und es gilt, daraus für die kommende Saison eine Gruppe zu formen.“

Das Potenzial sei vorhanden. „Das Team ist jung und wird partiell durch sehr erfahrene Spieler unterstützt. Wichtig dabei ist mir nicht, dass wir Favorit sind, sondern dass wir jede Woche besser werden und dann sehen wir, wo wir in einem Jahr stehen.“ Den Supercup in der Berliner Mercedes-Benz Arena sieht der Coach aus Belgien dennoch als wichtigen Meilenstein. „Das ist für uns eine sehr spannende Geschichte. Es wird die erste Standortbestimmung sein und wir werden sehen, wo wir zu diesem Zeitpunkt stehen“, kündigt Heynen an.

Die Favoritenrolle schiebt der 47-Jährige dem gegnerischen Team der BR Volleys zu. „Dort ist die Achse Zhukouski, Carroll und Kromm geblieben. Sie sind die viel besser eingespielte Mannschaft.“

Wer Heynen wirklich kennt, weiß allerdings, dass er sich diese Chance nicht entgehen lassen will.

Quelle: Pressestelle VBL - Berlin 28. Juli 2016

Auf nach Klagenfurt an den Wörthersee

 Beachvolleyball-Nationalteam Holtwick/Semmler beginnt beim Major in Österreich im Country Quota

Nach gut zwei Wochen Wettkampfpause melden sich Katrin Holtwick und Ilka Semmler zurück im sportlichen Geschehen der World Tour. Ab Montag starten die Weltranglisten-Dritten beim Major im österreichischen Klagenfurt. Zuletzt hatten sie beim Major in Gstaad in der Schweiz mit Rang fünf ihr bestes Grand Slam-Resultat in 2016 eingefahren, nun soll auch bei der Major-Serie eine einstellige Platzierung her.

In der Vorbereitung auf das Event in Klagenfurt am Wörthersee waren Katrin Holtwick und Ilka Semmler sowie Coach Tilo Backhaus nach Polen gereist. Dort trainierten sie in dem kleinen Ort Szczyrk in Schlesien gemeinsam mit polnischen Teams. Der Ort ist eher für seine Wintersportmöglichkeiten bekannt, doch in der Beacher-Szene genießt er auch einen excellenten Ruf, weil dort der polnische Verband seinen Beach-Teams ein Trainingszentrum mit guten Rahmenbedingungen eingerichtet hat. „Der Ort ist vergleichbar mit Kienbaum in der Nähe Berlins”, sagt Backhaus, der im Übrigen froh war, dass sein Team eine Turnierpause einlegen konnte: „Das hat gut getan.”

Zumal seine Spielerinnen in Klagenfurt in einer ungewohnten Rolle antreten müssen. Durch den Major-Sieg von Chantal Laboureur/Julia Sude in Porec wurden sie in der Entryliste von den beiden nach Punkten überholt, weshalb Katrin Holtwick und Ilka Semmler am Montag zunächst im Country Quota gegen Victoria Bieneck/Julia Großner antreten müssen. Backhaus kennt das Team gut, hat er es doch eine Zeit lang trainiert, ist aber sicher, dass seine aktuellen Schützlinge in der Favoritenrolle sind: „Wenn unsere Annahme da ist, können sie uns nicht stoppen.”

Klagenfurt ist zudem eines der schönsten Turniere der internationalen Serien, bei dem auch Katrin Holtwick und Ilka Semmler bereits tolle Erfahrungen gemacht haben. 2008 holten sie dort Bronze, 2014 beendeten sie am Wörthersee die Europameisterschaften auf Rang vier. „Es ist das Mekka der Beachvolleyballer”, sagt Katrin Holtwick, „mit garantiert immer guten Wetter.” Ilka Semmler sieht es genauso: „Ich liebe die einzigartige Atmosphäre.”

Ab Dienstag beginnt in Klagenfurt die Qualifikation, am Mittwoch startet das Hauptfeld, dessen Turnier dann am Samstag (30. Juli) abgeschlossen wird.

Quelle : Pressestelle Klaus Wegener - Essen 25. Juli 2016

Philipp Weishaupt und der CHIO Aachen: Freundin kennengelernt, verlobt, Rolex Grand Prix gewonnen

Was für eine Geschichte. Fünf Jahre ist es her, dass Philipp Weishaupt beim CHIO Aachen seine Freundin Bliss Heers – wie er ist die US-Amerikanerin Springreiterin – kennengelernt hat. Gestern Abend haben sich die beiden verlobt, und heute gewinnt er den Rolex Grand Prix, den Großen Preis von Aachen.

Und wie! Zwei Zeitfehler nach dem ersten Umlauf, die komplette Weltelite kommt noch nach ihm. Auf wieviel Prozent er die Chance auf den Sieg zu diesem Zeitpunkt geschätzt habe? „Absolut null“, erzählt er und muss lachen bei der Erinnerung. Denn statt sich professionell auf den zweiten Umlauf vorzubereiten, schnappt er sich seine Bliss und bummelt mit ihr noch ein bisschen durchs CHIO Aachen-Village. Um dann im zweiten Umlauf einen Null-Fehler-Ritt hinzulegen und zu erleben, wie Markus Fuchs (SUI) und Gerco Schröder (NL) patzen – und auf einmal steht da auf der Siegertafel des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen: 2016 Ph. Weishaupt. „Unfassbar“ findet Weishaupt das. Und „affengeil“.

Mit dem Sieg bei diesem ersten Major des Jahres hat nun Weishaupts persönlicher Rolex Grand Slam of Showjumping begonnen, mit einem Sieg beim kommenden Major – im September im kanadischen Spruce Meadows – kann er die Erfolgsgeschichte fortschreiben. Und auch das ist eine ganz besondere Geschichte, denn genau dort, auf dieser fantastischen Anlage vor den Toren Calgarys hat sich Weishaupt auf den Aachener Rolex Grand Prix vorbereitet.

Der Bereiter aus dem Stall Beerbaum und der erst neunjährige Holsteiner Hengst LB Convall sicherten sich vor ausverkauftem Haus den Großen Preis von Aachen, den Rolex Grand Prix beim Weltfest des Pferdesports. Und das nach einem Springen, das Parcoursbauer Frank Rothenberger als „das kurioseste seiner Laufbahn“ bezeichnete. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, bekanntermaßen ein Riesenpferdefan und Stammgast beim CHIO Aachen („Das ist immer etwas besonderes!“), fasste die Stimmung in der Soers so zusammen: „Ich war fasziniert, dass 40.000 Menschen so leise sein können, wenn es spannend wird!“

Weishaupt und LB Convall waren das allererste Paar dieses Springens. Sie kamen ohne Hindernis-, aber eben mit diesen zwei Zeitfehlern ins Ziel. Was Weishaupt von der Zeltstadt und anschließend der Tribüne aus bei seinen Konkurrenten sah, waren vor allem Fehler. Dass der Parcours es in sich hatte, hatte im Vorfeld schon Weishaupts Arbeitskollege im Stall Beerbaum, Henrik von Eckermann, prophezeit. Insbesondere die knapp bemessene Zeit erachtete von Eckermann als Problem. Wie Recht er behalten sollte! Wer keinen Springfehler hatte, der scheiterte an der Zeit. Das waren außer Weishaupt aber eben nur noch Gerco Schröder (NED) mit Cognac Champblanc und Martin Fuchs (SUI) auf Clooney. Diese patzten und schon nahm Weishaupts außergewöhnliche Aachen-Geschichte seine Fortsetzung.

Quelle: Pressestelle ALRV