Auf nach Klagenfurt an den Wörthersee

 Beachvolleyball-Nationalteam Holtwick/Semmler beginnt beim Major in Österreich im Country Quota

Nach gut zwei Wochen Wettkampfpause melden sich Katrin Holtwick und Ilka Semmler zurück im sportlichen Geschehen der World Tour. Ab Montag starten die Weltranglisten-Dritten beim Major im österreichischen Klagenfurt. Zuletzt hatten sie beim Major in Gstaad in der Schweiz mit Rang fünf ihr bestes Grand Slam-Resultat in 2016 eingefahren, nun soll auch bei der Major-Serie eine einstellige Platzierung her.

In der Vorbereitung auf das Event in Klagenfurt am Wörthersee waren Katrin Holtwick und Ilka Semmler sowie Coach Tilo Backhaus nach Polen gereist. Dort trainierten sie in dem kleinen Ort Szczyrk in Schlesien gemeinsam mit polnischen Teams. Der Ort ist eher für seine Wintersportmöglichkeiten bekannt, doch in der Beacher-Szene genießt er auch einen excellenten Ruf, weil dort der polnische Verband seinen Beach-Teams ein Trainingszentrum mit guten Rahmenbedingungen eingerichtet hat. „Der Ort ist vergleichbar mit Kienbaum in der Nähe Berlins”, sagt Backhaus, der im Übrigen froh war, dass sein Team eine Turnierpause einlegen konnte: „Das hat gut getan.”

Zumal seine Spielerinnen in Klagenfurt in einer ungewohnten Rolle antreten müssen. Durch den Major-Sieg von Chantal Laboureur/Julia Sude in Porec wurden sie in der Entryliste von den beiden nach Punkten überholt, weshalb Katrin Holtwick und Ilka Semmler am Montag zunächst im Country Quota gegen Victoria Bieneck/Julia Großner antreten müssen. Backhaus kennt das Team gut, hat er es doch eine Zeit lang trainiert, ist aber sicher, dass seine aktuellen Schützlinge in der Favoritenrolle sind: „Wenn unsere Annahme da ist, können sie uns nicht stoppen.”

Klagenfurt ist zudem eines der schönsten Turniere der internationalen Serien, bei dem auch Katrin Holtwick und Ilka Semmler bereits tolle Erfahrungen gemacht haben. 2008 holten sie dort Bronze, 2014 beendeten sie am Wörthersee die Europameisterschaften auf Rang vier. „Es ist das Mekka der Beachvolleyballer”, sagt Katrin Holtwick, „mit garantiert immer guten Wetter.” Ilka Semmler sieht es genauso: „Ich liebe die einzigartige Atmosphäre.”

Ab Dienstag beginnt in Klagenfurt die Qualifikation, am Mittwoch startet das Hauptfeld, dessen Turnier dann am Samstag (30. Juli) abgeschlossen wird.

Quelle : Pressestelle Klaus Wegener - Essen 25. Juli 2016

Philipp Weishaupt und der CHIO Aachen: Freundin kennengelernt, verlobt, Rolex Grand Prix gewonnen

Was für eine Geschichte. Fünf Jahre ist es her, dass Philipp Weishaupt beim CHIO Aachen seine Freundin Bliss Heers – wie er ist die US-Amerikanerin Springreiterin – kennengelernt hat. Gestern Abend haben sich die beiden verlobt, und heute gewinnt er den Rolex Grand Prix, den Großen Preis von Aachen.

Und wie! Zwei Zeitfehler nach dem ersten Umlauf, die komplette Weltelite kommt noch nach ihm. Auf wieviel Prozent er die Chance auf den Sieg zu diesem Zeitpunkt geschätzt habe? „Absolut null“, erzählt er und muss lachen bei der Erinnerung. Denn statt sich professionell auf den zweiten Umlauf vorzubereiten, schnappt er sich seine Bliss und bummelt mit ihr noch ein bisschen durchs CHIO Aachen-Village. Um dann im zweiten Umlauf einen Null-Fehler-Ritt hinzulegen und zu erleben, wie Markus Fuchs (SUI) und Gerco Schröder (NL) patzen – und auf einmal steht da auf der Siegertafel des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen: 2016 Ph. Weishaupt. „Unfassbar“ findet Weishaupt das. Und „affengeil“.

Mit dem Sieg bei diesem ersten Major des Jahres hat nun Weishaupts persönlicher Rolex Grand Slam of Showjumping begonnen, mit einem Sieg beim kommenden Major – im September im kanadischen Spruce Meadows – kann er die Erfolgsgeschichte fortschreiben. Und auch das ist eine ganz besondere Geschichte, denn genau dort, auf dieser fantastischen Anlage vor den Toren Calgarys hat sich Weishaupt auf den Aachener Rolex Grand Prix vorbereitet.

Der Bereiter aus dem Stall Beerbaum und der erst neunjährige Holsteiner Hengst LB Convall sicherten sich vor ausverkauftem Haus den Großen Preis von Aachen, den Rolex Grand Prix beim Weltfest des Pferdesports. Und das nach einem Springen, das Parcoursbauer Frank Rothenberger als „das kurioseste seiner Laufbahn“ bezeichnete. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, bekanntermaßen ein Riesenpferdefan und Stammgast beim CHIO Aachen („Das ist immer etwas besonderes!“), fasste die Stimmung in der Soers so zusammen: „Ich war fasziniert, dass 40.000 Menschen so leise sein können, wenn es spannend wird!“

Weishaupt und LB Convall waren das allererste Paar dieses Springens. Sie kamen ohne Hindernis-, aber eben mit diesen zwei Zeitfehlern ins Ziel. Was Weishaupt von der Zeltstadt und anschließend der Tribüne aus bei seinen Konkurrenten sah, waren vor allem Fehler. Dass der Parcours es in sich hatte, hatte im Vorfeld schon Weishaupts Arbeitskollege im Stall Beerbaum, Henrik von Eckermann, prophezeit. Insbesondere die knapp bemessene Zeit erachtete von Eckermann als Problem. Wie Recht er behalten sollte! Wer keinen Springfehler hatte, der scheiterte an der Zeit. Das waren außer Weishaupt aber eben nur noch Gerco Schröder (NED) mit Cognac Champblanc und Martin Fuchs (SUI) auf Clooney. Diese patzten und schon nahm Weishaupts außergewöhnliche Aachen-Geschichte seine Fortsetzung.

Quelle: Pressestelle ALRV

CHIO Aachen: Wieder Boyd Exell im XXXL Pallen-Preis

Boyd Exell ist und bleibt das Maß der Dinge im Fahrsport. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass er sich dieses Jahr im Weltcupfinale geschlagen geben musste. Heute im XXXL Pallen-Preis, der Geländefahrt der Vierspännerfahrer beim CHIO Aachen, stellte er einmal mehr seine Klasse unter Beweis. Am ersten Hindernis hatte es noch gerumpelt, aber dann lief es für den Australier, der in England lebt. An vier Hindernissen fuhr er mit seinem Gespann Bestzeit und kam schließlich als Sieger ins Ziel. Die Plätze zwei und drei im XXXL Pallen-Preis gingen in die Niederlande, an Koos de Ronde und Ijsbrand Chardon. Bester Deutscher war Georg von Stein auf Platz vier. Christoph Sandmann wurde Siebter und der aktuelle Europameister Michael Brauchle Achter.

Als „technisch sehr anspruchsvoll und sehr lang mit viel Auf und Ab“ beschrieb Michael Brauchle die Strecke, welche die 25 Gespanne heute zu absolvieren hatten. „Die Pferde mussten richtig arbeiten.“ Dabei waren die Aufgaben aber stets fair und machbar. Es gab keinerlei Zwischenfall auf der Strecke, alle Pferde, Fahrer und Beifahrer kamen wohlbehalten ins Ziel, begeistert angefeuert von Tausenden Zuschauern an der Strecke. „Die Atmosphäre ist bombastisch!“, schwärmte Michael Brauchle und ergänzte noch, wie toll die Kulisse für die Fahrer sei

Die Entscheidung in der Gesamtwertung, dem Preis der Familie Talbot, fällt morgen im abschließenden Kegelfahren um den Preis der H&T Automotive Components. Derzeit liegt Boyd Exell klar in Führung mit insgesamt 146,73 Minuspunkten. Ihm auf den Fersen ist der aktuelle Weltcupsieger Ijsbrand Chardon (155,20), gefolgt von dem US-Fahrer Chester Weber, der 2014 hier in Aachen siegreich war (158,40). Aus deutscher Sicht hat derzeit Georg von Stein als Achtplatzierter (173,23) die aussichtsreichste Ausgangsposition vor dem Christoph Sandmann ist Neunter (175,07). Michael Brauchle liegt auf Rang 13.

Quelle: Pressestelle ALRV

CHIO Aachen: Turkish Airlines-Preis von Europa geht nach Kanada

Der Turkish Airlines-Preis von Europa ist traditionell der Höhepunkt der Springprüfungen am Mittwoch des CHIO Aachen, des Weltfests des Pferdesports. Der Sieg ging nach Kanada, an den Olympiasieger von 2008, Eric Lamaze. Und auch für die Zukunft ist sichergestellt, dass Lamaze und Fine Lady rund um den Globus von Sieg zu Sieg reiten können. Von Generalsponsor Turkish Airlines – der übrigens gerade zum sechsten Mal in Folge zur besten Airline Europas gewählt wurde – gab es nämlich eine Million Flugmeilen als Bonus. Da wird man das Paar aus Kanada wohl auch in Zukunft regelmäßig in der Soers begrüßen dürfen.

Der französische Weltranglistenerste Simon Delestre wurde Zweiter im Sattel von Qlassic Bois Margot. Platz drei ging nach Belgien, an Olivier Philippaerts auf Challenge v. Begijnakker Z, ein Pferd, das übrigens schon Oliviers Vater Ludo Philippaerts durch die Soers getragen hatte.

Als „testing but fair“, anspruchsvoll, aber fair, hatte Rolex Grand Slam-Gewinner Scott Brash den Parcours nach der Besichtigung eingeschätzt. Der Wassergraben und die Kombination über Gräben seien seiner Ansicht nach die beiden Klippen, ergänzte Brash noch. Damit lag er ganz richtig, wie sich zeigen sollte. Die beachtliche Zahl von 16 Reitern hatte es ins Stechen geschafft – Brash selbst war allerdings nicht darunter. Dem gegenüber standen aber beispielsweise Größen des Sports wie Ludger Beerbaum, die den Parcours gar nicht beenden konnten. Beerbaums Hengst Chaman quittierte den Dienst vor der Kombination über Gräben. Nach der zweiten Verweigerung gab der erfolgreichste aktive Springreiter der Welt auf.

Das mit dem „testing“ war also keine Übertreibung. Auch das Stechen erwies sich als anspruchsvoll. Die Paare am Anfang riskierten viel und kassierten Fehler. Den ersten strafpunktfreien Ritt lieferte Deutschlands Daniel Deußer mit seinem Olympia-Kandidaten First Class van Eeckelghem. Doch seine Freude über die Führung währte nicht lange. Denn nach ihm war Christian Ahlmann mit Taloubet Z an der Reihe, seinem Ferrari, wie der Mann aus Marl den Hengst gern bezeichnet. Der machte seinem Spitznamen alle Ehre, blieb fehlerfrei und war schneller als Deußers First Class. Doch auch seine Zeit war zu schlagen. Ahlmann wurde am Ende Fünfter, Deußer Siebter.

Als Eric Lamaze den ersten Sprung in Angriff nahm, war klar: Da hat sich jemand etwas vorgenommen! Dabei musste Lamaze nicht viel Druck auf seine kleine Stute ausüben. Im Gegenteil: „Sie ist sehr ehrgeizig und gibt immer 100 Prozent. Außerdem hat sie eine natürliche Grundschnelligkeit und braucht ein gewisses Tempo, damit sie selbstbewusst über die großen Oxer springt. Wenn man sie so reitet, kann sie alles springen.“ Das hat Fine Lady in den vergangenen Monaten immer wieder unter Beweis gestellt.

Quelle: Pressestelle ALRV

 

Als Eric Lamaze den ersten Sprung in Angriff nahm, war klar: Da hat sich jemand etwas vorgenommen! Dabei musste Lamaze nicht viel Druck auf seine kleine Stute ausüben. Im Gegenteil: „Sie ist sehr ehrgeizig und gibt immer 100 Prozent. Außerdem hat sie eine natürliche Grundschnelligkeit und braucht ein gewisses Tempo, damit sie selbstbewusst über die großen Oxer springt. Wenn man sie so reitet, kann sie alles springen.“ Das hat Fine Lady in den vergangenen Monaten immer wieder unter Beweis gestellt.